Schwerer Verkehrsunfall mit technischer Rettung auf der BAB 8

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen kam es heute Morgen gegen 6:30 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung München im Bereich der Eschenrieder Spange, dabei wurden zwei Personen mittelschwer bis schwer verletzt. Durch die ILS Fürstenfeldbruck wurden daraufhin wir und die Kameraden der FFW-Graßlfing und der Feuerwehr Gröbenzell sowie zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes aus Gröbenzell und Dachau alarmiert.


Den ersteintreffenden Feuerwehrkräften aus Geiselbullach bot sich ein über drei Fahrspuren ausgedehntes Trümmerfeld sowie mehrere eng aneinander zum Stehen gekommene Unfallfahrzeuge. Die Erkundung unseres Einsatzleiters ergab, dass nach einem zunächst glimpflich abgelaufenen Auffahrunfall zwischen fünf Fahrzeugen zwei weitere Pkw mit höherer Geschwindigkeit in die Unfallstelle geprallt waren. Bei dem zweiten Unfall wurden zwei Personen verletzt von denen sich eine noch in Ihrem Fahrzeug befand. Umgehend wurde durch Besatzung des Geiselbullacher Hilfeleistungslöschfahrzeuges eine technische Rettung vorbereitet und parallel dazu der Notarzt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei der Erstversorgung unterstützt. Darüber hinaus wurden gemeinsam mit den Graßlfinger und Gröbenzeller Kameraden auf Grund der umfassenden Rettungsmaßnahmen alle vier Spuren mit Hilfe von drei Verkehrssicherungsanhängern gesperrt, so dass der Verkehr für längere Zeit lediglich über den Standstreifen laufen konnte.


In Rücksprache mit dem Notarzt entschieden sich die Einsatzkräfte dann für eine zügige aber Wirbelsäulenschonende Rettung der eingeschlossenen Fahrerin, hierfür wurden die Türen und die B-Säule des Pkw mit Schere und Spreizer entfernt ehe Sie mit Hilfe eines Spineboard aus dem Fahrzeug gehoben wurde. Im Anschluss an die Rettungsmaßnahmen und nach dem Abtransport der zwei Patienten in die Schockräume zweier Münchner Kliniken wurden die Fahrspuren rasch gesäubert und die Unfallfahrzeuge nach Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme versetzt, so dass nach ungefähr einer Stunde immerhin zwei Fahrspuren zusätzlich zum Standstreifen wieder freigegeben werden konnten. Bis zum endgültigen Abtransport der Fahrzeuge und der abschließenden Fahrbahnreinigung gegen 8:15 Uhr hatte sich trotz der drei befahrbaren Spuren ein Rückstau auf 18 Kilometern gebildet.
Erst nach einer abschließenden Kontrolle der genutzten Geräte im Feuerwehrhaus konnten unsere Ehrenamtlichen Einsatzkräften den Einsatz nach gut zweieinhalb Stunden beenden.